Adelheid und ihre Mörder

Die von 1996 bis 2006 produzierte satirische deutsche Krimiserie Adelheid und ihre Mörder dreht sich um die in der Abteilung Mord Zwo der Hamburger Kriminalpolizei tätige Sekretärin Adelheid Möbius (gespielt von Evelyn Hamann).

Die Ermittler der Mord Zwo traten in jeder Folge der Serie an, einen begangenen Mord aufzuklären. Kriminalhauptkommissar Ewald Strobel (gespielt von Heinz Baumann), Leiter der Mord Zwo, schickt seine Mitarbeiter aus, Nachforschungen in der jeweils aktuellen Angelegenheit anzustellen. Da Frau Möbius sich immer in die Ermittlungen einmischt, versucht Strobel ständig, die Einzelheiten eines neuen Falles vor ihr zu verheimlichen.

Natürlich schlagen seine Versuche, den Fall ohne Einmischung seitens seiner Sekretärin zu lösen, fehl. Adelheid Möbius in jedem Fall tätig, durchsucht den jeweiligen Tatort und vernimmt heimlich Zeugen. Im Zuge ihrer Ermittlungen ist Adelheid Möbius keinesfalls zimperlich und so belügt sie schamlos Auskunftspersonen über ihre Kompetenzen innerhalb des Polizeiapparates oder verschweigt gleich ganz, dass sie von der Polizei kommt und ermittelt stattdessen undercover.

Unterstützt wird sie hierbei von ihrem Exmann, dem Streifenpolizisten Eugen Möbius (gespielt von Gerhard Garbers), der sich zunächst zwar immer ziert und sträubt, seiner immer noch geliebten Adelheid jedoch schlussendlich immer behilflich ist. Im Rahmen ihrer Nachforschungen findet Adelheid Möbius in der Regel Hinweise, die ihre Kollegen bei ihren Ermittlungen übersehen haben.

Und während Kriminalhauptkommissar Strobel und ihre Kollegen Kommissar Dieter Pohl (gespielt von Dieter Brandecker) und Kommissar Gernot Schubert (dargestellt von Tilo Prückner) noch im Dunkeln tappen, frönt Adelheid Möbius ihrem Hobby als Amateurdetektivin und ermittelt schlussendlich die Fakten, die zur Aufklärung des Falles führen.

Die sehr unterhaltsame und witzige Serie lebt von der Interaktion der einzelnen Charaktere. Kriminalhauptkommissar Strobel, der Informationen immer vor seiner Sekretärin geheim halten will und eigentlich am liebsten seine Ruhe hat. Kommissar Pohl und sein Kollege Kommissar Schubert, die sich häufig nicht gerade wohlgesonnen sind und die von ihrem Vorgesetzten häufig durch die Gegend gescheucht werden.

Adelheid Möbius, die ihren Kopf durchsetzt und die Ermittlungen an sich reißt. Streifenpolizist Eugen Möbbius, der zwar immer versucht, seinen Dienstpflichten treu zu bleiben, dies jedoch nur selten schafft, wenn seine Exfrau Adelheid sich etwas in den Kopf gesetzt hat. Und natürlich Rosa Müller-Graf-Kleditsch (dargestellt von Gisela May), Adelheids Mutter, mit der sie zusammen in einer großzügig geschnittenen Wohnung in Hamburg lebt.

In der dritten Staffel wird der in Rente gegangene Schubert durch Kommissar Schilling gespielt von Oliver Stern) ersetzt. Es ist absolut sehenswert, wie die Kommissare Pohl und Schilling immer wieder versuchen, sich gegenseitig zu überbieten und dabei beide keinen Schritt weiterkommen. Kriminalkommissar Strobel hingegen delegiert am liebsten Aufgaben und unternimmt währenddessen ein Nickerchen auf dem Sofa in seinem Büro.

Ein weiteres Merkmal der Serie ist, dass es in jeder Folge am Ende dazu, dass sich alle Beteiligten Ermittler noch einmal gemeinsam anstrengen, um den Fall nun endlich aufzuklären. In der fünften Staffel kam ein weiteres Merkmal der Serie hinzu. Die bis dahin wenig genannte Mord Eins trat in Konkurrenz zur Mord Zwo.

Der verbale Schlagabtausch zwischen Strobel und seinem Vorgesetzten Dr. Heimeran und später Direktor Dünnwald (gespielt von Hans-Peter Korff) gehört ebenso zu den Running Gags der Serie wie auch der in jeder Folge vorkommende Dialog zwischen Adelheid Möbius und ihrer Mutter Rosa Müller-Graf Kleditsch.

Adelheid: Muddi? Mutter: Sag nicht immer Muddi zu mir! Adelheid: In Ordnung, Muddi.

Leider gab es kein richtiges Finale der Serie, da deren Hauptdarstellerin Evelyn Hamann am 28. Oktober 2007 ihrem Krebsleiden erlag. Weiter Folgen waren zwar schon seit längerem geplant, doch die schwer kranke Evelyn Haman bat auf Grund ihres Gesundheitszustandes um eine Drehpause und war aus gesundheitlichen Gründen leider nicht mehr in der Lage an den Set zurück zu kehren.

Auszeichnungen

  • 1997 Bayerischer Fernsehpreis
    Kategorie Beste Darstellerin in einer Serie: Evelyn Hamann
  • 1997 Telestar, Kategorie Beste Darstellerin/Serie: Evelyn Hamann
  • 1998 „Ehrenkommissar der Polizei“ für Evelyn Hamann 1998
  • 2002 Bayerischer Fernsehpreis
    Kategorie bester Darsteller in einer Serie: Heinz Baumann