Arthur W. Upfield

Der englische Schriftsteller Arthur William Upfield wurde am 01.09.1890 in der Hafenstadt Gosport in der Grafschaft Hampshire in England geboren. Im Alter von 20 Jahren reiste er nach Australien und bereiste den Kontinent 4 Jahre lang, wobei er sich mit Gelegenheitsarbeiten über Wasser hielt.

Im Jahr 1915 heiratete Upfield die australische Army-Krankenschwester Ann Douglass. Nach der Hochzeit lebte das Ehepaar zunächst in England, wo 1920 ihr gemeinsamer Sohn zur Welt kam. Fasziniert von der Natur und den Menschen Australiens kehrte Upfield 1921 mit seiner Frau und dem Sohn nach Australien zurück, wo die Familie sich in Melbourne niederließ.

Arthur W. Upfield begann damit Kriminalromane zu schreiben, die ab 1929 veröffentlicht wurden und mit denen der Autor große Erfolge feiern konnte. In Deutschland wurden die Romane um den englisch-australischen Ermittler erst ab 1950 veröffentlicht. Bei seinen schriftstellerischen Aktivitäten kamen Upfield die Erfahrungen zugute, die er bei seinen Gelegenheitsarbeiten als Schafzüchter und Pelztierjäger sammeln konnte. Weiterhin war Arthur W. Upfield auch als Goldsucher und Opalschürfer tätig. Seine Erfahrungen mit dem Land, den Menschen und seinen beruflichen Tätigkeiten fließen glaubwürdig in seine Romane ein.

1946 trennte sich das Ehepaar und Upfield lebte zukünftig mit der Witwe Jessica Hawke zusammen, wobei das Paar bis zum Tod des Autors zusammenlebte. 1951 verließ das Paar Melbourne und ließ sich in Aireys Inlet an der Südküste des Bundesstaates Victoria nieder, von wo sie 1954 nach Bermagui an die Südküste von New South Wales verzogen. 1957 zogen sie erneut um, nach Bowral im Süden von Sydney.

Upfield verbrachte jedes Jahre mehrere Monate mit seinen Wanderungen durch den Outback und leitete 1948 eine Expedition der National Geographic Society, die sich zu dem erst 1947 entdeckten Wolf Creek Meteoritenkrater im Bundesstaat Western-Australien begab. Seine Erlebnisse und Eindrücke verarbeitete Upfield später in dem Roman „Wer war der zweite Mann?“.

Upfield konstruierte spannende whodunit-Kriminalfälle die, für die Menschen dieser Zeit, in einer für sie fremden und exotischen Umgebung spielten. Der Autor schilderte in seinen Romanen atemberaubende Landschaften und flocht auch die Kultur der australischen Ureinwohner gekonnt in die Handlung ein. Diese Schilderungen verhalfen dem Autor und seinem Serienhelden Detective Inspektor Napoleon Bonaparte zu einer besonderen Rolle in dem Genre der Kriminalliteratur.

Arthur W. Upfield starb 1964, nachdem er 29 Krimis um seinen Serienhelden Inspektor Bony geschrieben hatte. Seine Romane wurden in viele Sprachen übersetzt und auch als Hörspiele im Radio gesendet. 1961 gab es sogar einen Comic Strip mit Inspektor Bony und später eine TV-Serie.

Auszeichnungen

1956 war Arthur W. Upfield nominiert für den Gold Dagger der britischen Crime Writer's Association für den Roman „Der schwarze Brunnen“. 1957 erhielt Arthur W. Upfield die Auszeichnung „Book of the Year“ des Ellery Queen Mystery Magazine für den Roman „Bony kauft eine Frau“. Im Jahr darauf erhielt er für denselben Roman den Edgar Allan Poe Award in der Kategorie „Bester Roman“.

Die Fälle des Inspektor Napoleon Bonaparte

  • Bony und der Bumerang
  • Ein glücklicher Zufall
  • Das rote Flugzeug
  • Mr. Jellys Geheimnis
  • Bony stellt eine Falle
  • Todeszauber
  • Der Kopf im Netz
  • Bony und die Todesotter
  • Bony wird verhaftet
  • Der Pfad des Teufels
  • Die Leute von nebenan
  • Tödlicher Kult
  • Die Junggesellen von Broken Hill
  • Die Witwen von Broome
  • Der neue Schuh
  • Die Giftvilla
  • Viermal bei Neumond
  • Der sterbende See
  • Der schwarze Brunnen
  • Der streitbare Prophet
  • Höhle des Schweigens
  • Bony kauft eine Frau
  • Bony und die Maus
  • Bony und die schwarze Jungfrau
  • Fremde sind unerwünscht
  • Bony und die weiße Wilde
  • Wer war der zweite Mann?
  • Bony übernimmt den Fall
  • Bony in Gefahr