Donna Leon - Die dunkle Stunde der Serenissima

Romanvorlage: Commissario Brunettis elfter Fall
Erstausstrahlung: 15. Mai 2008

Inhalt

Paola Brunetti, die an der Universität als Dozentin für englische Literatur tätig ist, wird nach einer Vorlesung zum Thema Ehrbegriff von einer ihrer Studentinnen angesprochen. Claudia Leonardo berichtet ihr, dass es in der Vergangenheit ihrer Familie einen dunklen Fleck gibt, der ihr keine Ruhe lässt.

Auf Paolas Nachfrage erzählt Signorina Leonardo dass ihr Großvater während des zweiten Weltkrieges angeklagt und vor Gericht gestellt wurde. In der damaligen Verhandlung wurde er für unzurechnungsfähig erklärt und in ein Irrenhaus eingewiesen, wo er Jahre später verstarb.

Vor seiner Einweisung habe ihr Großvater mit Signora Jacobs zusammengelebt, die noch lebt und für sie wie eine Großmutter ist. Claudia erzählt weiter, dass Signora Jacobs sehr großen Wert darauf legt, dass Claudias Großvater rehabilitiert wird, weswegen sich Claudia nun an Paola gewandt habe.

Zur Konsultation eines Rechtsanwaltes fehle ihr das Geld und da ihr Mann Guido doch bei der Polizei arbeite, müsse er sich doch mit Gesetzen auskennen und ihr einen Rat für ein Wiederaufnahmeverfahren geben können.

Paola vereinbart ein Gespräch zwischen Claudia Leonardo und ihrem Mann für den kommenden Tag in der Questura. Zu diesem Termin erscheint die junge Studentin jedoch nicht, da sie zwischenzeitlich ermordet wurde. Da Signorina Leonardo keine weiteren Angehörigen hatte, sucht Commissario Brunetti im Rahmen seiner Ermittlungen die 83-jährige Signora Jacobs auf.

Diese erzählt ihm, dass sich Claudias Großvater während des Krieges durch Erpressung in den Besitz wertvoller Gemälde gebracht haben soll. Diese Bilder seien jedoch nie wieder aufgetaucht und sie selbst habe nie daran geglaubt, dass Claudias Großvater der ihm damals zur Last gelegten Taten fähig gewesen sei.

Die alte Dame erzählt Brunetti und Sergente Vianello, dass ihre Enkelin neben ihrem Studium in der Biblioteca dell Patria gearbeitet hat. Im Rahmen seiner Ermittlungen finden der Commissario und sein Sergente heraus, dass Maxwell Ford, der als Leiter der Biblioteca tätig ist, von Signora Jacobs in ihrem Testament mit einer großzügigen Summe bedacht wurde.

Als Gegenleistung habe Ford der alten Dame einen Kaufvertrag für ein Bild ausgehändigt, der als verschollen galt und seiner Aussage nach die Unschuld von Claudias Großvater beweisen würde. Brunetti drängt sich die Frage auf, ob Claudias Tod vielleicht damit zusammenhängen könnte, dass es sich bei dem Kaufvertrag um eine Fälschung handelt und diese das erfahren hat.

Durch Signora Elettras Intervention findet Brunetti heraus, dass es hohe Geldbewegungen auf dem Konto der Studentin gab. Was hat es damit auf sich? Oder haben die damals erpressten Gemälde etwas damit zu tun? Wie schon in der Folge Acqua Alta zieht Commissario Brunetti den Maler Gabriele Cassato, einen alten Freund seines Vaters, zu Rate. Und auch von seinem Schwiegervater, Conte Falier, erhält Brunetti interessante Informationen.

Kurz darauf ist auch Signora Jacobs tot und der Commissario ist sich sicher, dass der Grund für die Morde in der Vergangenheit liegen und nur durch die Aufklärung der damaligen Vorkommnisse gelöst werden kann.

Schauspieler

  • Uwe Kockisch als Commissario Guido Brunetti
  • Julia Jäger als Paola Brunetti
  • Karl Fischer als Sergente Vianello
  • Michael Degen als Vice Questore Patta
  • Annett Renneberg als Elettra Zorzi
  • Laura Syniawa als Chiara Brunetti
  • Pattrick Diemling als Raffi Brunetti

In weiteren Rollen

  • Axel Milberg als Maxwell Ford
  • Katrin Sass als Eleonora Ford
  • Rike Schmid als Claudia Leonardo
  • Bettina Zimmermann als Franca Capari
  • Dietmar Mössner als Alvise

Regie: Sigi Rothemund
Drehbuch: Donna Leon, Holger Joos

Produzenten: Benjamin Benedict, Nico Hofmann
Produktionsleiter: Jürgen Schott

Kamera: Dragan Rogulj
Regieassistenz: Ronald Bregulla

Musik: André Rieu