Donna Leon - In Sachen Signora Brunetti

Romanvorlage: Commissario Brunettis achter Fall
Erstausstrahlung: 10. Oktober 2002

Inhalt

Es ist mitten in der Nacht, als eine Frau vor dem Schaufenster eines venezianischen Reisebüros kurz zögert, bevor sie mit aller Kraft einen großen Stein in die Scheibe wirft und sie zertrümmert. Anschließend setzt sie sich und wartet auf das Eintreffen der Polizei. Als die Polizisten am Tatort eintreffen, sind sie überrascht, in den Ausweispapieren der Frau zu lesen, dass es sich um Paola Brunetti handelt, die Ehefrau von Commissario Brunetti.

Dieser fällt aus allen Wolken als er von einem einem Anruf aus Schlaf gerissen wird und diese Informationen erhält. Seine Frau hat angegeben, dass dieses Reisebüro Sexreisen nach Thailand und andere asiatische Länder anbietet und man gegen so etwas vorgehen müsse, wenn die Polizei schon nichts dagegen unternehme.

Sie wollte mit ihrer Aktion darauf hinweisen, dass in Asien junge Frauen und sogar Kinder sexuell ausgebeutet werden und das durch solche Reisebüros noch unterstützt wird. Sie ist auch der Meinung, dass ihr Mann Guido gegen solche Verbrecher vorgehen und sich auch dementsprechend engagieren sollte.

Da Paula ihre Meinung vehement vertritt und Brunetti ihr Vorgehen als Polizist natürlich nicht gutheißen kann, hängen dunkle Wolken über dem Familienleben der Brunettis. Commissario Brunetti kann zwar eine Anzeige wegen Vandalismus, aber nicht die Berichterstattung der Zeitungen am Tag darauf verhindern. Reporter versuchen Signora Brunetti zu interviewen und die Situation eskaliert immer mehr.

Auf Grund der Berichterstattung um die Angelegenheit Vize Questore Patta keine andere Möglichkeit, als Commissario Brunetti zu suspendieren. Dann wird plötzlich der Inhaber des Reisebüros ermordet, was dazu führt, das Brunetti dennoch nach dessen Mörder sucht.

Im Rahmen seiner Ermittlungen spricht der Commissario mit Mitris Schwager Sandro Bonaventura, der eine Pharmafirma in Mestre leitet. Es erweist sich, dass einer der Fahrer des Unternehmens samt seinem Lieferwagen nicht zur Arbeit erschienen ist. Die Ermittlungen ergeben, dass es sich dabei um einen Killer der Mafia handelt.

Als Brunetti und Vianello zusammen mit der Polizei von Mestre die Wohnung des Mannes stürmen wollen, schießt dieser durch die geschlossene Tür und der Commissario trägt einen Streifschuss an der Wange davon. Bei dem folgenden Schusswechsel wird der Mann ermordet. In der Tiefgarage des Gebäudes finden die Ermittler den Lieferwagen der Pharmafirma, dessen Ladefläche mit Kartons verschiedener Medikamente vollgepackt ist.

Bei einer genaueren Untersuchung stellt Guido Brunetti fest, dass die Medikamente abgelaufen sind und Alwise erhält den Auftrag, die gesamte Ladung zu katalogisieren. Tatsächlich stellt sich heraus, dass alle in dem Lieferwagen befindlichen Medikamente abgelaufen sind.

Als sich Brunetti und Sergente Vianello zu der Pharmafirma begeben, um ein erneutes Gespräch mit Sandro Bonaventura zu führen, versucht dieser zu flüchten. Nach einer Verfolgungsjagd, die für den Commissario und seinen Sergente in einem Maisfeld endet, gelingt es, den Flüchtenden zu stellen.

Schauspieler

  • Joachim Król als Commissario Guido Brunetti
  • Barbara Auer als Paola Brunetti
  • Karl Fischer als Sergente Vianello
  • Michael Degen als Vice Questore Patta
  • Annett Renneberg als Elettra Zorzi
  • Laura Syniawa als Chiara Brunetti
  • Pattrick Diemling als Raffi Brunetti

In weiteren Rollen

  • Maria Furtwängler als Signora Mitri
  • Jophi Ries als Sandro Bonaventura
  • Ueli Jäggi als Dr. Stefano Aurono (Pathologe)
  • Dietmar Mössner als Alvise

Regie: Sigi Rothemund

Drehbuch: Ralf Hertwig, Kathrin Richter
Buch: Donna Leon

Produktionsleiter: Michael Zimmermann
Aufnahmeleiter: Jürgen Schott
Herstellungsleitung: Gabriela Sperle

Kamera: Dragan Rogulj
Regieassistenz: Johanna Pfaff