David Freeman

Entgegen seines äußeren Erscheinungsbildes ist der unter 1,80m große David Freeman ein Strafverteidiger der Spitzenklasse. Er unterscheidet sich schon durch seine Kleidung von seinen Kollegen, denn er trägt auch bei Gericht schäbige und schlecht geschneiderte Anzüge mit wenig Stil. Dennoch hat er eine große Ausstrahlung und Autorität und setzt sich mit seiner ganzen Kraft für seine Mandanten ein. Der kraushaarige Freeman hat braune Augen und eine schlaffe, fahle Gesichtshaut.

Obwohl er seiner Kleidung scheinbar keine Beachtung schenkt, lenkt er diese umso mehr auf seine Kanzlei. Diese befindet sich im Freeman-Buildung, einem eleganten vierstöckigen Gebäude mitten im Herzen des Bankenviertels. Im Erdgeschoss des Gebäudes befinden sich ein gemütlicher Empfangsbereich, eine kleine juristische Fachbibliothek sowie ein Konferenzzimmer, von dem aus man in einen kleinen, von Efeu umrankten Innenhof gelangt.

Nachdem er das Gebäude gekauft hat, hat er es umbauen lassen und durch eine Menge Glas im Erdgeschoss wurde ein luftiges Ambiente geschaffen. Sein eigenes Büro befindet sich im 1. Obergeschoss. In der Mitte des Raumes liegt ein etwa 4x6 Meter großer persischer Teppich auf dunklem Parkett. Neben seinem Schreibtisch aus Rosenholz stehen noch 2-3 Sofas sowie diverse dazu passende Sessel in dem Raum und an den Wänden hängen mehrere Originaldrucke.

Die Kanzlei David Freeman & Associates hat 7 Mitarbeiter, allerdings keine Partner und ist eine der bekanntesten in ganz San Francisco. Keiner seiner Mitarbeiter hält es länger als 4 Jahre bei ihm aus, denn Freeman hat große Fehler. Er kann nicht delegieren. Seine Sekretärin telefoniert und frankiert Briefe – allerdings nur innerhalb der USA und nur, wenn diese weniger als 3 Seiten lang sind. Ab 3 Seiten wiegt und frankiert Freeman die Briefe selbst.

Außerdem erledigt er auch alle Schreibarbeiten, macht die Aktenablage und Botengänge. Er prüft jeden Schriftsatz, jedes Protokoll, jede Erklärung und Aussage. Für die Knochenarbeit gibt es zwar gute Privatdetektive, aber dennoch macht es niemand besser als er selbst.

Für die Arbeit seiner Mitarbeiter berechnet er 135 $ in der Stunde und für seine eigene Arbeit 500 $. Eine Stunde vor Gericht wird mit 1.500 $ in Rechnung gestellt. Wenn ein Klient die Kanzlei David Freeman & Associates beauftragt, dann bekommt er auch Freeman. Ohne Ausnahme. Und genau das ist es, was seine Mitarbeiter nach einigen Jahren forttreibt, denn diese möchten natürlich auch bei Gericht auftreten und Erfahrung sammeln. Phyllis, Freemans persönliche Sekretärin ist allerdings seit über 30 Jahren bei ihm angestellt.

Schon als Student hat der spätere bekannte Rechtsanwalt es sich angewöhnt, Siege immer zu feiern, sobald sie errungen sind. Schließlich weiß man weiß ja nie, wie lange der nächste Sieg auf sich warten lässt. Heute feiert er gern im Crown Room des Fairmont Hotel mit einem wunderbaren Blick über die Stadt und einer Flasche Cognac Paradis.

Privat wohnt der Rechtsanwalt Ecke Taylor und Pine Avenue, unterhalb der Spitze des Nob Hill in einer spartanisch eingerichteten Wohnung. Im Erdgeschoss des Hauses befindet sich eines der ältesten und besten französischen Restaurants der Stadt, welches Freeman etwa zehn Mal im Monat aufsucht und in dem er seinen eigenen Weinkeller hat.