Jason Gideon

Jason Gideon (gespielt von Mandy Patinkin) gehört zu den besten Ermittlern, über die die Behavioral Analysis Unit (BAU) verfügt, die er zusammen mit David Rossi aufgebaut hat. Gideon ist geschieden und hat einen Sohn, wobei der Kontakt zwischen Vater und Sohn eher sporadisch verläuft. Auch bei ihm zeigt sich, dass es unglaublich schwierig ist, ein intaktes Familienleben mit seinem Beruf als Profiler in Einklang zu bringen. Gideon ist ein leidenschaftlicher Schachspieler, liest gern philosophische Texte und sammelt Vogelgemälde.

Vor Jahren hatte Jason Gideon sechs seiner FBI Kollegen zur Durchsuchung in ein Haus geschickt. Kurz darauf explodierte eine Bombe, wobei alle sechs Kollegen ihr Leben verloren. Da Gideon für den Einsatz verantwortlich war, stand er unter heftiger Kritik und kurz darauf erfolgte der Zusammenbruch, woraufhin er aus der Einheit ausschied, um wieder zu sich selbst zu finden. Später trat er dem Bombenleger gegenüber und schlussendlich gelang es ihm, die Schuldgefühle, unter denen er seit Monaten litt, abzulegen.

Erst mit Beginn der Serie Criminal Minds kehrte er in die Verhaltensanalyse-Einheit der FBI (Federal Buerau of Investigation) nach Quantico zurück. Dennoch bestärkte ihn die damaligen Erlebnisse darin, seine Bemühungen, gefährliche Psychopathen und Serienmörder noch zu intensivieren. Er stellt in der Serie Criminal Minds den väterlichen Freund seiner Kollegen dar, der immer ein offenes Ohr hat, wenn diese sich aussprechen möchten. Gideon ist es auch zu verdanken, dass Dr. Spencer Reid in der BAU-Einheit einen Platz fand, da er Reid direkt von der FBI-Akademie für die Behavioral Analysis Unit verpflichtet hat.

Senior Supervisory Special Agent Jason Gideon rät seinen Kollegen immer wieder, auch außerhalb eingefahrener Schemata zu denken. Rein gefühlsmäßig wirkt Gideon meist eher unterkühlt, was jedoch nicht den Tatsachen entspricht. Ganz im Gegenteil ist er bereit, sein Leben für andere aufs Spiel zu setzen.

Nachdem der Serienmörder Frank eine langjährige Freundin von Gideon ermordet hat, ist Sarahs Verlust für den Ermittler sehr schmerzhaft. Durch diese Erlebnisse fühlt er sich in seinem Urteilsvermögen eingeschränkt und zweifelt an seinen Fähigkeiten als Profiler. Darüber hinaus verliert er dadurch seinen Glauben daran, dass Fälle auch ein glückliches Ende haben können.

Während des nächsten Falles, bei dem es um die Suche nach einem Täter in Arizona ging, traf Gideon eine falsche Entscheidung, in deren Konsequenz es dazu kam, dass sowohl Täter als auch Opfer ihr Leben verloren. Dieses Erlebnis erschütterte Gideons Selbstvertrauen stark. Auf Grund des Ausgangs dieses Falles wurde Supervisory Special Agent Aaron Hotchner für zwei Wochen vom Dienst suspendiert.

Kurz darauf zog sich Gideon in seine einsame Holzhütte im Wald zurück, um über sein weiteres Leben nachzudenken. Bei den dortigen Aufnahmen wird dem Zuschauer klar, wie schwer Jason Gideon von den Vorfällen betroffen ist. Er schreibt einen Abschiedsbrief, auf dessen Umschlag er den Namen von Dr. Reid schreibt. Anschließend legt er seine Dienstmarke und seine Dienstwaffe darauf und verlässt die Hütte.

Ohne seinen Kollegen noch einmal zu begegnen kehrt er für diese unerwartet der BAU den Rücken und macht sich auf den Weg zu einer Tour quer durch das Land. Ein Weg ohne Route und ohne Ziel. Gideon hofft, bei diesem Roadtrip den Glauben an sich selbst wieder zu finden, der ihm in der Vergangenheit abhanden gekommen war.

Nachdem Gideon nicht wieder zum Dienst erschien und auch telefonisch nicht erreichbar war, machten sich seine Teamkollegen Sorgen um Gideon. Daraufhin machte sich Dr. Reid auf den Weg zu der Jagdhütte, wo er den an ihn gerichteten Brief fand.

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