Mary Morstan

Bei Mary Morstan handelt es sich um eine kleine und zierliche Frau, deren Mutter kurz nach ihrer Geburt verstarb. Ihr Vater war Captain eines indischen Regiments und verschwand im Jahr 1878 spurlos.

Die Umstände, unter denen der Captain verschwand, waren und sind immer noch sehr geheimnisvoll. Die blonde und sehr hübsche Mary arbeitet als Gouvernante im Haushalt der älteren Mrs. Cecil Forrester.

Nachdem Mary Morsten eine geheimnisvolle Einladung erhalten hat, sucht sie in dem zweiten Buch des Schriftstellers Sir Arthur Conan Doyle „Das Zeichen der Vier“ den Privatdetektiv Sherlock Holmes in seiner Wohnung in der Baker Street 221b in London auf. Ziel ihres Auftrages ist es auch, die Umstände zu klären, unter denen ihr Vater 1878 verschwand.

Dr. Watson, der bei dem Besuch natürlich anwesend ist, verliebt sich Hals über Kopf in die hübsche Blondine. Im Verlaufe des Buches kommen beide sich zwar näher, Watson offenbart ihr seine Gefühle jedoch nicht.

Der Grund hierfür ist, dass Mary Aussicht auf die Hälfte eines sehr großen orientalischen Schatzes hat, sofern der Fall gelöst wird. Sofern Holmes den Fall also lösen kann, wäre die unglaublich reiche Mary Morstan für Dr. Watson unerreichbar.

Im Verlauf der Untersuchungen kommen Holmes und Watson einem Mann auf die Spur, der sich unrechtmäßig in den Besitz des genannten Schatzes gebracht hat. Es gelingt den beiden, eine Truhe zu finden, in der sich dieser Schatz befinden soll.

Als Mary Morstan diese Truhe öffnet, ist diese jedoch leer. Dem Täter war es gelungen, die Truhe kurz vor seiner Ergreifung durch Holmes und die Polizei in die Themse zu entleeren, so dass der Schatz, oder was immer die Kiste enthalten haben mag, nun am Grunde des Flusses liegt.

Da Mary nun keinen Schatz ihr Eigen nennen kann, sieht Dr. Watson jetzt keine Hindernisse mehr, Mary seine Gefühle zu gestehen. Da seine Angebetete seine Gefühle erwidert, heiraten die beiden 1888. Nach der Hochzeit zieht Dr. Watson aus Holmes' Wohnung aus, bezieht eine eigene Wohnung mit seiner Frau Mary und eröffnet kurz darauf eine Arztpraxis.

In späteren Romanen taucht Mary Watson nur noch selten und dann als eher unwichtige Nebenfigur auf.

Nach dem Tod seiner Frau zieht Watson zunächst wieder in die Wohnung in der Baker Street ein. Die Wohnung steht zu diesem Zeitpunkt leer, da Sherlock Holmes im Kampf mit Professor Moriarty an den Reichenbachfällen in der Schweiz vermutlich ums Leben kam.