Ben Matlock

Die amerikanische Justizserie Matlock, die zwischen 1986 und 1995 produziert wurde, handelt in 195 Folgen von den Fällen des Strafverteidigers Benjamin L. Matlock (gespielt von Andy Griffith). Die Serie avancierte zu einem großen Erfolg sowohl im Abendprogramm als auch im Mittags- und Nachmittagsprogramm der Fernsehsender.

Im Verlauf jeder Folge der Serie ermitteln Ben Matlock und seine Mitarbeiter in der ihrem Mandanten vorgeworfenen Angelegenheit. In jeder Folge kommt es dann zu einem dramatischen Finale im Gerichtssaal, in dem Matlock die Zeugen befragt. Dabei gelingt es ihm in fast allen Fällen, seinen Mandanten von aller Schuld zu befreien und den wahren Täter zu überführen.

Vom Aufbau der Geschichten her und auf Grund des Showdowns im Gerichtssaal ähnelt Matlock den Fällen des Strafverteidigers Perry Mason, der seine Kanzlei in Los Angeles betreibt. Ähnlich wie Mord ist ihr Hobby und Columbo kommt auch Matlock ohne gezeigte Gewalt aus, was auch dazu führte, dass die Serie bei Senioren einen hohen Beliebtheitsgrad erreichte.

Nach seinem Studium der Rechtswissenschaften an der berühmten Harvard University in Cambridge kehrte Ben Matlock nach Atlanta zurück und gründete seine Rechtsanwaltskanzlei. Zu seinem biederen Image gehört auch, dass Matlock ausschließlich hellgraue Anzüge und schwarze Schuhe trägt. Seine Schuhe sind immer auf Hochglanz poliert, was er zur Beruhigung und auch um in Ruhe nachdenken zu können, zu Hause selbst übernimmt.

Zu den kulinarischen Vorlieben des äußerst erfolgreichen Strafverteidigers gehören Hot Dogs, was aus den Zeiten herrührt, als er seine Kanzlei aufbaute. Auf den Tipp seines damaligen Freundes Dr. Mark Sloan hin hat sich Matlock dazu überreden lassen, sein ganzes flüssiges Kapital in die gerade aufkommende 8-Spur Kassettentechnologie zu investieren.

Da dieser Technologie nur ein kurzer Boom beschert war, verlor Matlock sein gesamtes Kapital, was dazu führte, dass er sich in der Folgezeit nur noch billiges Essen leisten konnte. Nachdem seine Kanzlei zu florieren begann, konnte sich Matlock zwar eine bessere Ernährung leisten, doch einem guten Hot Dog ist er niemals abgeneigt.

Mit Beginn der Fernsehserie Matlock ist Benjamin L. Matlock bereits ein älterer Herr, der immer ein wenig bieder und häufig auch schusselig wirkt. Der weißhaarige Strafverteidiger wirkt zumeist wie der freundliche Nachbar, wovon sich jedoch weder Richter noch Staatsanwalt und auch kein Zeuge in einem Prozess täuschen lassen sollte, denn Matlock ist ein äußerst gerissener Strafverteidiger. Er ist nicht nur ein sehr guter Strafverteidiger - Matlock ist DER Spezialist, wenn es darum geht, einen scheinbar aussichtslosen Fall zu gewinnen.

Alle Mandanten von Ben Matlock haben eines gemeinsam: Ihnen wird zu Unrecht ein Verbrechen zur Last gelegt, für das sie angeklagt werden sollen. Matlocks Aufgabe ist es nun, diese Unschuld zu beweisen. Auch wenn Matlock in der Regel einen Privatdetektiv mit den Nachforschungen betraut, ist er sich nicht zu schade, auch selbst Ermittlungen durchzuführen. Dabei arbeitet Matlock im Laufe der einzelnen Staffeln immer wieder mit einem anderen Privatdetektiv zusammen.

Der erste Privatdetektiv, mit dem Ben Matlock zusammenarbeitete, war Tyler Hudson (gespielt von Kene Holliday). Hudson wurde von Conrad McMasters (dargestellt von Clarence Gilyard Jr.) abgelöst, der später wiederum von Cliff Lewis (gespielt von Daniel Roebuck) ersetzt wurde.

Und auch die Partner in seiner Kanzlei wechseln häufiger. Zunächst war noch Matlocks Tochter Charlene (gespielt von Linda Lurl) Juniorpartnerin in seiner Kanzlei. Später wurde diese von der jungen Rechtsanwältin Michelle Thomas (gespielt von Nancy Stafford) abgelöst, die wiederum am Ende von Matlocks zweiter Tochter Leanne MacIntyre (dargestellt von Brynn Thayer) abgelöst wurde.

Auf Grund seiner eher zurückhaltenden Art, seines Humors und seines angenehmen Wesens weckt Matlock immer wieder das Interesse bei den Frauen. Und obwohl er von Zeit zu Zeit mit der Staatsanwältin Julie Marsh (gespielt von Julie Sommars) flirtet, bleibt er dennoch allein.

In einer der Folgen traten die Schauspieler William Conrad und Joe Penny in Gastrollen auf. Im Anschluss daran und auf diesem Auftritt basierend entstand die Fernsehserie Jake und McCabe – Durch dick und dünn.