Reggie Fortune

Dr. Reginald Fortune ist ein britischer Amateurdetektiv aus 9 Romanen und 85 Kurzgeschichten des Autors H.G. Bailey. Der dicke und humorvolle Amateurdetektiv Fortune ist einer der großen Detektive des Golden Age (1920-1939), der mit seiner gemütlichen und exzentrischen Art durchaus aus dem Klischee seiner zeitgenössischen Kollegen herausfällt. Im Gegensatz zu ihnen verachtet Reggie Fortune den Snobismus der Oberschicht und die herrschenden Klassenstrukturen.

Weitere berühmte Detektive des Golden Age sind Sherlock Holmes, der von dem britischen Schriftsteller Sir Arthur Conan Doyle erdachte Londoner Privatdetektiv sowie die von Dorothy L. Sayers veröffentlichten Abenteuer von Amateurdetektiv Lord Peter Wimsey.

Der belgische Privatdetektiv Hercule Poirot sowie die altjüngferliche Amateurdetektivin Miss Marple von Agatha Christie, der Queen of Crime gehören ebenfalls zu den bekannten Detektiven des Golden Age. Und auch die ersten von dem Schriftsteller Rex Stout veröffentlichen Krimis um den New Yorker Privatdetektiv Nero Wolfe liegen in diesem Zeitraum.

Der gemütlich und eher faule Reggie Fortune liebt große Autos und gutes Essen. Auch einem guten Drink ist der Amateurdetektiv niemals abgeneigt. Außerdem gehört seine Vorliebe den Varieteegirls, in deren Gesellschaft er sich immer äußerst wohl fühlt.

Im Rahmen seiner Ermittlungen wird Reggie Fortune durch sein Mitgefühl häufig emotional in einen Fall verwickelt, was für ihn zeitweise natürlich auch eine Belastung darstellt, für seine Kollegen jedoch in den meisten Fällen absolut unvorstellbar ist.

Da er darüber hinaus auch noch über eine eigene Meinung von Gerechtigkeit hat, kann es durchaus vorkommen, dass seine Vorgehensweisen nicht zwangsläufig mit dem Strafgesetzbuch einhergehen müssen und diesem durchaus auch zuwiderlaufen können. Neben gemütlichen und sentimentalen Charakterzügen weist Reggie Fortune auch durchaus bösartig zu nennende Eigenschaften auf und kann bei seinen Ermittlungen auch sehr wütend werden.

Im Vergleich mit anderen Kurzgeschichten sind die des Autors H.G. Baileys ziemlich lang, da dieser darin weder auf die plastische Darstellung der handelnden Personen verzichten wollte, noch auf die dichte Darstellung der Atmosphäre.