Remington Steele

In der amerikanischen Krimiserie Remington Steele betreibt die Privatdetektivin Laura Holt (gespielt von Stephanie Zimbalist) eine Detektei. Auf Grund mangelnder Aufträge ist die gute Privatdetektivin dabei eher erfolglos, was sie auch und vor allem darauf zurückführt, dass sie in dieser männerdominierten Branche eine Frau ist.

Diese Informationen erhält der Zuschauer aus dem Off. Nach vielen Überlegungen, wie es ihr gelingen könnte, ihre kleine Firma endlich zum Erfolg zu führen, kommt sie auf die Idee, ihrer Detektei einen neuen Namen zu geben und dabei potentiellen Kunden zu suggerieren, dass es sich bei dem Inhaber um einen Mann handelt. Ähnlich agiert übrigens auch Whoopie Goldberg in ihrem Film „Wer ist Mr. Cutty“.

Mit ein wenig Überlegung ist auch ein Name für das Unternehmen schnell gefunden. Ihre Detektei soll Remington Steele heißen. Der Name Remington klingt in jedem Fall männlich und Steele deutet auf Härte hin. Namensgeber waren der Hersteller ihrer Schreibmaschine, eben Remington, und die Pittsburgh Steelers, ein amerikanisches Football-Team. Und tatsächlich kann sie ihr Auftragsvolumen beträchtlich steigern, nachdem sie ihre Detektei umbenannt und dieser noch einen fiktiven Chef gegeben hat.

Plötzlich jedoch trifft Laura auf einen Dieb, der von einem sich gerade in der Detektei aufhaltenden Mandanten für Remington Steele gehalten wird. Er geht spontan auf den Mandanten ein und spricht mit diesem über seine Angelegenheit. Nachdem der Klient das Büro verlassen hat, steht Laura Holt zunächst vor dem Dilemma, wie sie ihrem Mandanten erklären soll, dass es sich bei diesem Mann eben nicht um Remington Steele gehandelt hat, realistisch betrachtet nicht einmal gehandelt haben kann, denn schließlich hat sie diesen ja nur erfunden.

Am Ende der ersten Folge beschließt der Unbekannte, von nun an den Namen Remington Steele zu tragen. Nach langem Hin und Her lässt sich Laura Holt jedoch von dem Unbekannten davon überzeugen, dass er der Firma ab sofort als Remington Steele (gespielt von Pierce Brosnan) zur Verfügung steht. Die Auftragslage der Detektei verbessert sich gewaltig und Laura Holt hat viel zu tun, die Fälle zu lösen, denn von Steele ist in dieser Hinsicht nicht allzu viel zu erwarten – auch wenn er von Mandanten immer für seine Arbeit gelobt wird. Die Suche nach seinem richtigen Namen zieht sich wie ein roter Faden durch die 94 Folgen der Serie.

Ähnlich wie Jahre später in der TV-Serie Navy CIS um Leroy Jethro Gibbs und seinen Mitarbeiter NCIS Special Agent Anthony DiNozzo ist auch Remington Steele ein Filmliebhaber, der es liebt, bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit Dialoge berühmter Filme zu zitieren. Manchmal nutzt er auch zur Lösung Techniken, die er in Filmen gesehen hat, wobei diese Vorgehensweise häufig nicht von Erfolg gekrönt ist.

Der Reiz der Serie liegt in den witzigen und häufig auch selbstironischen Dialogen der Protagonisten Laura Holt und Remington Steele. Dabei baut sich im Laufe der Episoden eine durchaus erotisch zu nennende Spannung auf, die jedoch nie irgendwo hin führt. Immer wieder passiert irgendetwas, was beide wieder ablenkt und dann wollen oder können beide nicht wieder dort ansetzen. Der Zuschauer hofft natürlich immer, dass etwas passiert, muss sich jedoch bis zur letzten Szene der letzten Folge gedulden. Erst in dieser Folge ist der Zuschauer Zeuge, wie beide auf Lauras Bett sinken.

Wichtig für das Bestehen der Detektei ist auch Mildred Krebs, die früher für die Steuerfahndung gearbeitet hat und heute der Detektei als Sekretärin vorsteht und mal rabiat, mal freundlich und verständnisvoll den Sorgen und Nöten der Mandanten und ihrer Vorgesetzten begegnet.

Eigentlich sollte die Serie nach der vierten Staffel eingestellt werden, da das Interesse des Publikums nachließ. Dann wurde jedoch bekannt, dass Roger Moore als James Bond aufhören wollte und Pierce Brosnan als sein Nachfolger gehandelt wurde. Daraufhin stiegen die Einschaltquoten der Serie wieder, so dass die Produzenten sich entschieden, eine fünfte Staffel zu drehen. Dadurch allerdings stand Pierce Brosnan nun als James Bond nicht mehr zur Verfügung, so dass Timothy Dalton für die Rolle des englischen Geheimagenten verpflichtet wurde. Übrigens hatte auch Stephanie Zimbalist Pläne für die Zeit nach der Serie. Auch sie musste jedoch ihre Rolle in dem Film Robocop absagen, nachdem eine fünfte Staffel von Remington Steele gedreht werden sollte.

In verschiedenen Folgen der Serie spielten unter anderem auch die folgenden Schauspieler in einer Gastrolle mit:

  • Sharon Stone – u.a. bekannt aus Basic Instinct, Quatermain, Catwoman und Total Recall
  • Geena Davis – u.a. bekannt aus Beetlejuice, Stuart Little 1,2 und 3 sowie Thelma und Louise
  • G.W. Bailey – u.a. bekannt aus Simon & Simon, Nr. 5 lebt, Police Academy 4, 5, 6 und 7 sowie der Serie The Closer
  • David Garrison – u.a. bekannt aus den Serien Eine schrecklich nette Familie, Law & Order, Without a trace, NYPD Blue sowie Mord ist ihr Hobby
  • Nana Visitor – u.a. bekannt aus der Serie Star Trek: Deep Space Nine, Mac Gyver, Matlock und Knightrider
  • Armin Shimerman – u.a. bekannt aus Killing Dreams, Auge um Auge, Boston Legal und der Serie Star Trek: Deep Space Nine
  • Tracy Scoggins – u.a. bekannt aus Der Denver-Clan, Babylon 5, Hardcastle & McCormick und Das fliegende Auge
  • Terry O'Quinn – u.a. bekannt aus Rocketeer, Lost, Blinde Wut und Earth
  • Jennifer Tilly – u.a. bekannt aus Der Dummschwätzer, Chucks Baby, Out of Practice, Man with a Gun und Made in America
  • Jeffrey Jones – u.a. bekannt aus Howard the Duck, Beetlejuice, Wer ist Harry Crumb, Jagd auf Roter Oktober, Ed Wood und Ferris macht blau

Bei den genannten Schauspielern handelt es sich nur um eine kleine Auswahl derer, die eine Gastrolle in der Serie Remington Steele spielten. Hier finden Sie alle Episoden von Remington Steele im Episodenführer.