Rosa Müller-Graf-Kleditsch

Adelheids Mutter Rosa (gespielt von Gisela May) hatte es in ihrem Leben nicht immer leicht. Gerade die Zeit des Zweiten Weltkrieges sowie die Nachkriegszeit forderte von allen Menschen viele Opfer. Auf Grund ihrer drei Ehen trägt sie nicht nur einen Doppel- sondern einen Dreifachnamen, nämlich Müller-Graf-Kleditsch.

In erster Ehe war sie mit dem Oberstleutnant Hermann Müller verheiratet, mit dem sie auch eine Jugendliebe verband. Da Hermann am Zweiten Weltkrieg teilnahm fand die Trauung erst nach seiner Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft im Jahr 1950 statt. Drei Jahre später verstarb Rosas Jugendliebe jedoch bereits an einer Lungenentzündung.

Vor Hermanns Rückkehr war Rosa fest davon überzeugt, dieser sei im Krieg gefallen. In dieser Zeit hatte sie eine kurze Affäre mit einem englischen Besatzungssoldaten.

Der Staatsanwalt Heinrich Graf untersuchte Hermann Müllers Tod und lernte im Rahmen seiner Untersuchungen natürlich auch dessen Witwe Rosa kennen. Die beiden verliebten sich ineinander und heirateten 1955. Die Ehe hielt 11 Jahre, bis Heinrich Graf 1966 an dem Faden einer Roulade erstickte.

Der Tod von Heinrich Graf führte dazu, dass Rosa Hugo Kleditsch kennen lernte. Ihr verstorbener Mann hatte eine hohe Lebensversicherung abgeschlossen, in der Rosa als Begünstigte genannt war. Hugo Kleditsch arbeitete damals für diese Versicherung und war mit der Untersuchung zum Tode von Heinrich Graf betraut.

Im Verlauf der Untersuchungen kamen die beiden sich näher, was dazu führte, dass sie schlussendlich heirateten. Aber auch diese Ehe nahm ein tragisches Ende, da Hugo Kleditsch 1977 an einem Badesee einem Herzinfarkt erlag.

In demselben Jahr heiratete ihre Tochter Adelheid den Streifenpolizisten Eugen Möbius. Nachdem dieser seiner Frau jedoch untreu geworden war, reichte ihre Tochter die Scheidung ein zog zu ihrer Mutter. Da Rosa Müller-Graf-Kleditsch eine große Wohnung in einer Hamburger Altbau-Villa bewohnt, die beiden Frauen ausreichend Platz bietet, hat sich dieser Situation bisher auch nichts verändert.

Dass Eugen Möbius weiterhin versucht, seine Adelheid wieder für sich zu gewinnen, hat Rosa auch weiterhin immer wieder Kontakt zu ihrem Ex-Schwiegersohn. Dabei weiß Rosa, diese Situation durchaus zu nutzen. Tituliert sie Eugen Möbius zumeist nur mit „Herr Möbius“, avanciert er durchaus zu Eugen, sofern er Reparaturen in der Wohnung oder Erledigungen vornimmt. Dafür bekommt Eugen dann auch schon mal ein leckeres Essen oder Kaffee und Kuchen spendiert.

In der Beziehung zwischen Rosa Müller-Graf-Kleditsch und ihrer Tochter Adelheid Möbius ist zu erkennen, dass beide Frauen sich teilweise nahe stehen und sich mögen. Zeitweise ist es jedoch auch so, dass Adelheid die täglichen Anrufe ihrer Mutter in der Mord Zwo als lästig empfindet. Das liegt vor allem daran, dass Muddi ihr nur mitteilen will, was noch zu erledigen ist, was sie ja auch am Morgen hätte machen können.