Sherlock Holmes

Straßenschild der Baker Street in LondonDer in der Baker Street 221b in London lebende Privatdetektiv Sherlock Holmes gilt als Stereotyp für einen Privatdetektiv. Seine Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts noch neuartige Arbeitsmethode der forensischen Untersuchung beruht ausschließlich auf exakter Beobachtung und rein logischer und nüchterner Schlussfolgerung.

Sherlock Holmes wird als Mensch beschrieben, der nach seinem Chemiestudium eine Vielzahl unterschiedlichster Interessen pflegt. Sein dabei verfolgtes Ziel ist es, Detektivarbeit möglich zu machen, die seinen Vorstellungen entspricht. Seine Arbeitsweise gilt als sehr sachlich, akkurat und effektiv. In seinem späteren Leben spielt Holmes zur Entspannung Geige und besitzt eine Stradivari. Der Detektiv wird als finanziell unabhängig geschildert, was es ihm möglich macht, auch mehrere Wochen ohne einen bezahlten Auftrag in seiner Wohnung zu verbringen oder seinen Interessen nachgehen zu können.

Vom Aussehen her wird er als großer und schlanker Mann beschrieben. Seine Kleidung entspricht der eines Stadtbewohners der bürgerlichen Mittelschicht, wobei er am Abend immer einen Morgenrock in den Farben Rot und Gold trägt.

Holmes hat einen Bruder namens Mycroft Holmes, den er für noch begabter und intelligenter als sich selbst hält. Allerdings habe sein Bruder einen trägen Charakter, was diesen daran hindere, als Detektiv tätig zu werden. Mycroft Holmes geht seinem Beruf als Poitikberater im Staatsdienst nach und er ist Gründungsmitglied des Diogenes Club in London.

Sherlock Holmes nennt sich selbst beratender Detektiv (consulting detective). Er sieht in seiner Tätigkeit eine Ergänzung oder auch eine Alternative zur Kriminalpolizei (police detective). Die meisten Geschichten werden aus der Sicht von Holmes' Freund Dr. John H. Watson erzählt, der zeitweise sogar ebenfalls in der Baker Street 221b wohnt. Das Betätigungsfeld des berühmten Detektivs umfasst neben der Verbrechensbekämpfung auch die Aufklärung von Diebstählen, die Suche nach verschwundenen Personen sowie die Aufklärung scheinbar unerklärlicher Todesfälle.

Außerdem behandeln die Geschichten auch Themen wie Geheimorganisationen, kriminelle Bünde, Drohung und Erpressung, die Bedrohung der öffentlichen Sicherheit sowie vieles mehr. Die durch Sherlock Holmes gefassten Schlussfolgerungen differieren natürlich immer erheblich von denen der Polizei. Dabei versucht er dann auch stets, deren unhaltbare Schlussfolgerungen zu widerlegen und den Kriminalern dies plausibel zu machen.

Sherlock Holmes' Fälle beginnen oft damit, dass ein Klient Rat sucht und sich zur Klärung seines Problems an den Privatdetektiv wenden und um seine Mithilfe bitten. Und auch Scotland Yard bittet in Gestalt von Inspektor Lestrade von Fall zu Fall um die Unterstützung des erfolgreichen Ermittlers. Häufig ermittelt der Detektiv auch ohne Auftrag, wenn er zum Beispiel auf interessante Ereignisse aufmerksam wurde. Dabei kann es sich zum Beispiel um einen Artikel handeln, den er in er Zeitung gelesen hat, oder Neuigkeiten, die ihm sein Freund Dr. Watson berichtete. Häufig greift Holmes' in einem Moment in die Ermittlungen ein, wenn die Lösung fast unmöglich scheint.

Im Mittelpunkt aller Geschichten steht die Ermittlungs- und Aufklärungsarbeit von Sherlock Holmes. Nicht alle Geschichten um den berühmten Detektiv befassen sich mit der Bekämpfung von Verbrechen. Ganz im Gegenteil – der Autor Sir Arthur Conan Doyle hat einmal geschätzt, dass es in etwa einem Viertel aller Geschichten nicht um Verbrechensbekämpfung geht, da gar kein Verbrechen begangen wurde.

Im Vordergrund steht am Anfang eines neuen Falles zumeist ein außergewöhnliches Rätsel oder Verbrechen, um dessen Aufklärung sich der Fall sodann dreht. Häufig bricht auch die Vergangenheit eines Klienten über diesen herein, so dass dieser sich nicht mehr zu helfen weiß und sich hilfesuchend an den berühmten Detektiv wendet.

Gegen die Bitte seiner Mutter, die ein großer Fan des Londonder Detektivs war, ließ der Autor seinen Serienhelden 1893 im Kampf mit seinem erbittertsten Gegner Professor Moriarty sterben. Der Showdown der Geschichte findet an den Reichenbachfällen bei Meiringen in der Schweiz statt. Dabei kommt es zum Kampf zwischen Holmes und Moriarty, in dessen Verlauf beide in die Wasserfälle stürzen, wobei geologische Besonderheiten der Reichenbachfälle die Bergung der beiden Toten unmöglich machen.

Der Tod von Sherlock Holmes führte in London dazu, dass sich viele Leser der Romane eine schwarze Schleife um den Oberarm banden, um ihrer Trauer Ausdruck zu verleihen und ihr Abonnement beim Strand Magazin kündigten, in welchem viele der Geschichten um den berühmtesten aller Detektive erschienen sind.

Einige Jahre später erschien dennoch eine weitere Geschichte um den berühmten Detektiv. Durch einen Freund wurde Sir Conan Doyle auf eine Legende um einen Geisterhund aufmerksam gemacht. Davon fasziniert, schrieb der Autor die Geschichte „Der Hund von Baskerville“, welche zeitlich gesehen vor seinem Ableben an den Reichbachfällen datiert wurde.

Später jedoch schrieb Doyle ein Buch, in welchem er erklärte, dass Holmes sich bei dem Kampf mit Professor Moriarty in letzter Sekunde aus dessen Griff befreien konnte und nur dieser den Tod fand. Mit diesem Trick hatte er den Weg freigemacht, um weitere Detektivgeschichten über den Privatdetektiv Sherlock Holmes schreiben zu können.

Interessieren Sie sich für reale Detektive? Dann empfehlen wir Ihnen den Besuch der Webseite www.privatdetektiv-berlin.de, auf der Sie nachlesen können, was Detektive moderner Prägung für die Klienten der heutigen Zeit leisten.

Viele Geschichten um den Detektiv Sherlock Holmes sind nicht nur als Buch und als Hörbuch erschienen, waren in Film und Fernsehen zu sehen und sind auf DVD oder als Computerspiel erhältlich .